Katze mit Büchern – KATZE VERSTEHEN Magazin
Ausgabe 11
30. März 2026
Gesundheit

Kognitive Dysfunktion bei Katzen: Altern ist nicht einfach Altern

Ein Forschungsteam hat sich dem Cognitive Dysfunction Syndrome (CDS) bei Katzen gewidmet. Ergebnis: 36% der Katzen über 11 Jahre zeigen Verhaltenszeichen, die mit kognitiver Dysfunktion konsistent sind. Bei Katzen über 15 Jahren sind es sogar 50%.

Deine alte Katze läuft nachts herum und miaut ständig? Sie vergisst, wo ihr Katzenklo ist? Sie scheint dich nicht mehr zu erkennen? Das ist nicht einfach 'normales Altern' – es könnte kognitive Dysfunktion sein. Ein Forschungsteam um GM Landsberg hat sich 2010 dieser oft übersehenen Krankheit angenommen und zeigt: Was Tierärzte lange als unvermeidlich abgetan haben, ist tatsächlich ein medizinisches Problem, das man erkennen und behandeln kann. Die Forscher nutzten ein Akronym, um die Zeichen von CDS zu merken: DISHA – Disorientation, Interactions, Sleep-wake cycles, Housetraining, Activity levels.


Warum spannend

Diese Forschung ändert unser Verständnis von älteren Katzen grundlegend. Statt zu akzeptieren, dass alte Katzen 'eben so sind', können wir jetzt erkennen, dass Verhaltensänderungen möglicherweise ein medizinisches Problem sind, das wir adressieren können.

Diskussionsansatz

Hat Deine Katze mit zunehmendem Alter Verhaltensänderungen gezeigt? Nachts mehr Aktivität? Mehr Miauen? Probleme mit dem Katzenklo? Oder Desorientierung? Viele Katzenhalter berichten, dass sie diese Zeichen lange Zeit als 'normales Altern' akzeptiert haben.