Forscher der Kyoto University haben die DNA von 280 Hauskatzen analysiert und ein Gen gefunden, das mit dem Schnurren zusammenhängt: den Androgenrezeptor (AR). Katzen mit einer kürzeren Version dieses Gens schnurrten deutlich mehr.
Forscher der Kyoto University haben die DNA von 280 Hauskatzen analysiert und ein Gen gefunden, das mit dem Schnurren zusammenhängt: den Androgenrezeptor (AR). Katzen mit einer kürzeren Version dieses Gens schnurrten laut Besitzerangaben deutlich mehr – und männliche Katzen mit dieser Variante waren auch insgesamt gesprächiger gegenüber Menschen. Interessant: Die lange Variante des Gens kommt nur bei Hauskatzen vor, nicht bei ihren wilden Verwandten wie der Fischkatze oder Leopardkatze. Das legt nahe, dass sie sich während der Domestizierung entwickelt hat. (Studie in PLOS One, Mai 2025)
Das Schnurren ist nicht nur ein Wohlbefindenssignal – es hat eine genetische Grundlage, die durch die Domestizierung geformt wurde. Wenn deine Katze kaum schnurrt, liegt das nicht an mangelnder Zuneigung, sondern möglicherweise an ihrer genetischen Ausstattung.
Schnurrt Deine Katze viel oder kaum? Und habt Ihr das Gefühl, dass das mit ihrer Persönlichkeit zusammenhängt – oder einfach 'so ist sie'? Vielleicht liegt es ja an ihren Genen.

