Katze mit Büchern – KATZE VERSTEHEN Magazin
Ausgabe 15
3. April 2026
verhalten

Katzen als Therapie-Tiere – Warum Deine Katze mehr kann, als Du denkst

Forscher der Washington State University zeigen, dass einige Katzen als Therapie-Tiere arbeiten können – mit ähnlichen Verhaltensmerkmalen wie Therapie-Hunde. Therapie-Katzen sind sozialer, aufmerksamkeitsuchender und toleranter gegenüber Anfassen.

Wenn Du an Therapie-Tiere denkst, stellst Du Dir wahrscheinlich einen Hund vor – vielleicht einen Golden Retriever, der Krankenhaus-Patienten besucht. Aber eine neue Forschung aus den USA deutet darauf hin, dass Katzen genauso geeignet sein könnten, diese Rolle zu erfüllen. Forscher der Washington State University, unter der Leitung von Prof. Patricia Pendry, führten eine Studie durch, die Katzen und ihre Fähigkeit zur Therapie-Arbeit untersuchte. Die Ergebnisse wurden in der Fachzeitschrift Animals veröffentlicht und zeigen, dass einige Katzen tatsächlich die gleichen Verhaltensmerkmale wie Therapie-Hunde aufweisen. Die Studie befragte hunderte Katzenbesitzer in Belgien mit standardisierten Verhaltens-Bewertungen. Das Forschungsteam identifizierte wichtige Unterschiede zwischen Katzen, die in Therapie-Programmen (Animal-Assisted Services, AAS) arbeiten, und anderen Katzen. Therapie-Katzen sind deutlich sozialer mit Menschen und anderen Katzen, aufmerksamkeitsuchender und toleranter gegenüber Anfassen – besonders beim Hochnehmen. Wichtig ist: Nicht alle Katzen sind für Therapie-Arbeit geeignet. Die Studie zeigt, dass bestimmte Persönlichkeitsmerkmale entscheidend sind.